Bilanz vor dem letzten Viertel: Herausragend!

24.01.2023, 16:00

Drei Viertel der Regular Season sind gespielt. Zeit für eine Zwischenbilanz und eine berechtigte Frage: Ist das, was die Lakers da grade hinlegen, eigentlich noch normal?

Der Mensch neigt dazu, schnell einmal alles normal zu finden, was mit einer gewissen Regelmässigkeit passiert. Diesem Grundsatz kann sich auch mancher SCRJ-Fan nicht entziehen. 6 Punkte gegen Ajoie? War ja nicht anders zu erwarten. Pflichterfüllung. Normal halt.  

Kann man natürlich so sehen, selbst wenn einem ja eigentlich klar ist, dass auch Siege gegen den Tabellenletzten zuerst einmal eingetütet werden müssen. Fragen Sie mal bei Fribourg, Bern, Davos oder dem ZSC nach.

Auch daran, dass die Lakers in dieser Saison konstant punkten, hat sich der Fan irgendwie gewöhnt. Schliesslich war das ja auch in der letzten Spielzeit schon so. Aber gehört das, was die Spieler in fast jedem Spiel zeigen, wirklich noch in die Kategorie «Normal»?

Die Antwort ist simpel: Nein, natürlich nicht. Vergessen wir nicht, dass der SCRJ nach wie vor mit einem Budget operiert, das bei anderen Klubs höchstens ein müdes Lächeln hervorruft. Vergessen wir auch nicht, woher die Lakers kommen. Verlieren wir deshalb nicht die Bodenhaftung und geniessen die Leistungen umso mehr!

Selbstverständlich gibt es Gründe, weshalb das Team so gut performt. Neben den Soft-Faktoren wie Wille, Herz und Leidenschaft lässt sich vieles durchaus auch an Fakten und Zahlen festmachen. Hier eine kleine Auswahl:

Rangierung: Nach 75% der Qualifikation belegt der SCRJ Rang 3 mit 70 Punkten. Die Reserve auf Platz 7 beträgt 11 Punkte (und 21 Punkte zu Rang 11). Das ist mehr als bemerkenswert, denn damit liegen gleich 7 höher eingeschätzte Teams (ZSC, Davos, Fribourg, Bern, Zug, Lugano und Lausanne) zum Teil deutlich hinter den Lakers.

Auswärtsstärke: Dass der SCRJ zuhause schwer zu schlagen ist, ist nichts Neues. Dass die Mannschaft aber auch auswärts regelmässig punktet, ist ein Zeichen der Stärke. Früher fuhren die Lakers an Auswärtsspiele in Zürich, Bern, Zug, Lugano oder Genf mit dem Ziel, nicht unter die Räder zu geraten und allenfalls zwischendurch mal einen Coup zu landen. Heute setzt das Team das Credo von Coach Stefan Hedlund («Wir wollen uns in jedem Spiel die Chance auf einen Sieg geben») perfekt um. Die letzten Spiele in Zürich, Bern, Zug, Lugano und Genf gewannen die Lakers alle.

Offensivgeist: Der SCRJ hat bisher 137 Tore erzielt (3,512 pro Spiel), das ist nach Genf (141 Tore) der zweitbeste Wert der Liga. 37 dieser Tore kamen in den 7 Spielen im neuen Jahr zustande, womit der Schnitt 2023 bei sensationellen 5,28 Treffern pro Spiel liegt.

Defensive Solidität: Punkto Gegentreffer liegen die Lakers mit bisher 100 erhaltenen Toren (2,56 pro Spiel) auf Rang 4. Melvin Nyffeler hat mit 2,28 Gegentreffern pro Spiel nach Simon Hrubec (ZSC, 2,10) und Connor Hughes (Fribourg, 2,16) den drittbesten Wert (Robin Meyer steht bei guten 2.84 Gegentreffern). Die Fangquote von Nyffeler beträgt 91,76 Prozent – viertbester Wert der Liga (Meyer 89,96 %).

Effizienz: Das Credo des Coaching Staff ist es, mit viel Scheibenbesitz in gute Abschlusspositionen zu kommen. Das wirkt sich auch in der Statistik aus: Rappi schiesst zwar insgesamt am drittwenigsten aufs Tor (1108 Schüsse, Bern führt in dieser Bilanz mit 1348 Schüssen), dafür gehen 12 Prozent aller Abschlüsse ins Tor, das ist knapp hinter Genf der zweitbeste Wert. 11 der 14 NL-Teams liegen in dieser Bilanz unter 10 Prozent (Bern: 9,05 %). Nur 9,95 Schüsse zischen übrigens pro Spiel am gegnerischen Tor vorbei, das ist der viertbeste Wert der Liga.

Arbeitsmoral: Blockierte Schüsse zeigen, wie sehr ein Team gewillt ist, in der eigenen Zone blaue Flecken einzufangen. Auch da steht der SCRJ mit durchschnittlich 16,21 blockierten Schüssen pro Spiel gut da – Rang 4 in der Liga.

Disziplin: Bei den Zweiminuten-Strafen liegen die Lakers auf Rang 12 – sie haben bisher nur 124 kleine Strafen kassiert (Kloten führt in dieser Bilanz mit 182 Strafen). Insgesamt gabs bisher 382 Strafminuten gegen die Lakers, was Rang 10 bedeutet. Die Strafenkönige sind in Lausanne zuhause: 469 Minuten insgesamt gabs bisher gegen die Waadtländer.

 

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  • Publiziert am
    24.01.2023 16:00
  • Autor
    stb
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